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Leben und Werk von Hugo Junkers


Prof. Hugo Junkers am Schreibtisch, 1932 Hugo Junkers wurde am 3. Februar 1859 als Sohn eines Webereibesitzers in Rheydt am Niederrhein geboren. Im Jahre 1895 entstand seine erste eigene Firma in Dessau. Bis zu seinem Tode im Jahre 1935 sollten noch etliche Firmengründungen und Patentanmeldungen folgen, die ihn zu dem bedeutendsten Industriellen des deutschen Verkehrsflugzeug- und Flugmotorenbaus seiner Zeit machten. Der Name Hugo Junkers ist untrennbar mit den großen Pionierleistungen in den ersten Jahrzehnten des Industriezeitalters verbunden.

Mehr Informationen über Prof. Hugo Junkers unter: www.junkers.de/...

Berühmt wurde Hugo Junkers mit seinen Flugzeugen. Erfolgreicher war er jedoch in einem ganz anderen Bereich:


Mehr als warmes Wasser: Junkers und die Thermotechnik


Modernes Design der Geräte von Prof. Junkers Am Anfang dieser Erfolgsgeschichte steht dabei Junkers' erstes alleiniges Patent: Das Kalorimeter, patentiert am 29. Juni 1892. Das Gerät diente zur Messung des Heizwertes von Brenngasen und war ursprünglich ein Hilfsmittel zum Betrieb des Gasmotors, den Junkers zu der Zeit zusammen mit Wilhelm von Oechelhaeusers entwickelte.

Die Thermotechnik bildete jahrzehntelang die wirtschaftliche Grundlage für alle anderen Unternehmungen. Mit seinen Gasbadeöfen eroberte Junkers in wenigen Jahren die Badezimmer Deutschlands - bis ihn 1932 die Weltwirtschaftskrise zwang, das Junkers-Stammwerk Junkers & Co. an die Robert Bosch AG zu verkaufen. Dort werden unter dem Namen Junkers noch heute Gasbadeöfen und andere Produkte hergestellt.


Die große Liebe von Prof. Hugo Junkers, die er erst relativ spät entdeckte, galt jedoch der Fliegerei und der völkerverbindenden Wirkung des Luftverkehrs.

Mehr Informationen über Junkers und die Thermotechnik unter: www.junkers.de/...


Geburtsstunden eines Mythos: Die Ju 52


Eine Ju 52 im FlugDer frühe Luftverkehr war ein Zusatzgeschäft. Nur massive staatliche Subventionen erhielten die Fluglinien am Leben. Hugo Junkers hatte jedoch höhere Pläne. Die hervorragenden Erfahrungen mit der Typenreihe von der F 13 über die W 33 bis zur G 31 hatten gezeigt, dass nicht nur der Passagierverkehr, sondern auch der Transport von Gütern eine große Zukunft hatte.


Im Jahr 1930 entschloss sich Junkers daher zur Entwicklung einer neuen Maschine, die in erster Linie als Frachtflugzeug, darüber hinaus aber auch für den Passagiertransport geeignet sein sollte. "Da Junkers bei einem eigenwirtschaftlichen Luftfrachtverkehr besonders an die technisch und verkehrsmäßig noch wenig erschlossenen Länder und Kontinente dachte", so berichtete Ernst Zindel später, "mussten besonders hohe Anforderungen gestellt werden." Und dazu gehörten Zuverlässigkeit, Einfachheit in der Wartung, kurze Start- und Landestrecken und gute Flugeigenschaften. Für den Passagierverkehr waren zudem noch die Forderungen nach Sicherheit, guten Flugleistungen und Komfort zu erfüllen. Es war wie die Quadratur des Kreises: Für den Frachteinsatz schien ein einmotoriges Flugzeug die wirtschaftlich beste Lösung zu sein, für den Passagiereinsatz wollte man aber aus Sicherheitsgründen drei Motoren haben.

Mehr Informationen über den Mythos Ju 52 unter: www.junkers.de/...


Junkers Visionen


Ein Modell einer J 1000 Hugo Junkers hat seinen Blick als Erfinder immer weit in die Zukunft gerichtet. Viele seiner Ideen haben den Luftverker nachhaltig verändert und sind oft Jahre oder Jahrzehnte später zum Standard im Flugzeugbau geworden. Manche von Junkers Plänen jedoch sind erst weit nach seinem Tod verwirklicht worden und noch heute aktuell. Dazu gehören zum Beispiel der Überschallflug und das Nurflügel-Flugzeug.


Junkers und die Nazis - STUKAs und andere Entwicklungen


Mit seiner liberalen und sozialen Grundeinstellung entsprach Hugo Junkers nicht den Vorstellungen der Nationalsozialisten, die ihn nach ihrer Machtergreifung 1933 enteigneten und aus seinen Werken vertrieben. Hugo Junkers hatte in den darauf folgenden Jahren keinen Anteil an der Weiterentwicklung seiner Flugzeuge.

Am 3. Februar 1935 stirbt Hugo Junkers in seinem Haus in Gauting bei München. Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit findet am 9. Februar auf dem Münchner Waldfriedhof die Beisetzung statt. Das Grabmal von Hugo Junkers zeigt Ikarus im Fluge und in Begleitung mehrerer Adler mit dem Spruch: "Näher dem Adler - Näher der Sonne - Näher den Sternen".

Mehr Informationen über die Junkers Visionen unter: www.junkers.de/...


Alle Informationen zu diesen Themen finden Sie auf der offiziellen Seite über
Prof. Hugo Junkers und seine Flugzeuge unter: www.junkers.de
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